Menü

     

Die Historie des Landhauses

Das am Elberadweg gelegene Landhaus blickt auf eine jahrhundertalte Geschichte zurück.

Einer langen Tradition folgend, hielten die Landhausbewohner für vorüberkommende Hirten, Wiesenmäher und Wanderer eine Erfrischung bereit. Vom heutigen Friederikenplatz in Dessau führt durch das grüne Tor ein Feldweg am Landhaus vorbei, durch das "Alte Wasser" über die Fohlenweide zur Muldebrücke.

1768 wurde ein Haus im Fachwerkstil zur Bewirtung von Gästen gebaut. Die Gäste konnten sich an einer einfachen, ländlichen Bewirtung erfreuen. Eine Spezialität zu dieser Zeit war der "Bliemchenkaffee", ein Kaffee aus Malz. Der Bau des heutigen Landhauses im Stil eines englischen Gartenhauses mit Zinnenblendbau wurde um 1890 fertiggestellt, der Fachwerkbau wurde zu Teilen abgerissen.

Um die Jahrhundertwende wurde das Landhaus ein beliebtes Ausflugsziel für alle Dessauer Bürger. Es blieb das schlichte Landhaus, auch als man ihm den stolzen Namen " Schloss Waldersee " anhängen wollte. Unter den Bäumen veranstaltete man regelmäßig Feste und Turnspiele.

In der Nacht vom 7. zum 8. März 1945 war das Landhaus zum letzten Mal überfüllt. Damals suchten Hunderte, die weit draußen von der Stadt gelegene Wirtschaft auf; sie flohen aus dem brennenden Häusermeer und suchten hier eine erste Bleibe nach der Bombardierung durch die Engländer und Amerikaner.

In den folgenden Nachkriegsjahren verfiel das Landhaus zusehends immer mehr. Erst im Jahr 1954 wurde die Gaststätte wieder hergerichtet. Nach der Wiedervereinigung wurde auch die Jagdbrücke neu gebaut, um beide Muldufer zu verbinden.

Im Jahr 2002 wurde das Landhaus von Grund auf saniert und erhielt sein heutiges Gesicht. Ab 2009 ist es Radfahrern und Wanderern nun auch möglich, im Landhaus zu übernachten.

Werfen Sie einen Blick zurück!